Gemächer und Säle im Schloss Versailles

Das Schloss Versailles besteht aus einem Mittelbau, zwei Flügeln und mehreren Höfen. Trotz seiner immensen Größe wird man sich als Besucher immer an bestimmte, besonders markante Räume erinnern. Dazu gehören die Appartements Royaux (Königlichen Gemächer) und die sogenannten Prunkräume

Die Chapelle Royale (Schlosskapelle)

Die Schlosskapelle, wie man sie heute im Schloss Versailles besichtigen kann, wurde 1710 fertiggestellt. Nach einer langen, etwa zehnjährigen Unterbrechung der Arbeiten, wurde der Bau unter der Herrschaft von Ludwig XIV. im Jahre 1699 wieder aufgenommen. In der Zeit davor fanden religiöse Zeremonien in einer provisorischen Kapelle statt, die 28 Jahre lang in Gebrauch war. Charakteristisch für den Außenbau der Kapelle ist die große Anzahl an Heiligenstatuen. Doch auch ihr Innenraum ist opulent geschmückt. Das Gemälde von Antoine Coybel am großen Deckengewölbe täuscht beispielsweise eine imaginäre Architektur vor, durch deren Aussparungen man direkt in den Himmel zu sehen glaubt. Dort wird „ Dieu le Père dans sa Gloire" (Gott der Vater in Seiner Herrlichkeit) abgebildet, begleitet von seinen Engeln.

5 Stunden
Ab 92,00 €
5 Stunden
Ab 44,00 €

Die Galerie des Glaces (Spiegelgalerie)

Ziel der Galerie des Glaces (Spiegelsaal) ist es, ihre Besucher zu beeindrucken und zu blenden. Die 357 riesigen Spiegel, die den Fenstern gegenüberliegen, schaffen eine besonders lichtdurchflutete und glanzvolle Atmosphäre. Der Spiegelsaal galt nicht nur als Symbol der Größe des französischen Königreiches, sondern war auch immer wieder Schauplatz historisch bedeutender Wendepunkte. Der Friedensvertrag von Versailles, der am 28. Juni 1919 dem Ersten Weltkrieg ein Ende setzte, wurde hier unterzeichnet.

Die Galerie des Glaces (Spiegelsaal) in Versailles

Das Grand Appartement du Roi (Gemächer des Königs)

Traditionellerweise schlief der König im Zentrum seiner Residenz. Da die Gemächer des Königs also in der Mitte des Schlosses angeordnet waren, ist es auch nicht allzu schwer, sein Schlafgemach zu finden.

Schlafgemach des Königs im Schloss Versailles

Ludwig XIV. verwandelte seinen Alltag in eine wahrhafte Show. Als idealisierter oder gleichsam vergöttlichter Monarch, genoss er die ungeteilte Aufmerksamkeit seines ganzen Hofstaates. Selbst dem Aufstehen und Ankleiden des Königs durften Auserwählte beiwohnen. Das Grand Appartement du Roi (Großes königliches Appartement) bestand aus sieben Salons, die als sichtbare Parade-Salons dem Zweck dienten, Adelige und Besucher zu beeindrucken. Im Jahre 1701 wurde das Schlafzimmer von Ludwig XIV. in den Südwest-Flügel des Schlosses verlegt.

Das Grand Appartement de la Reine (Gemächer der Königin)

Im Grand Appartement de la Reine, den Gemächern der Königin, traf Ludwig XIV. sich mit Marie-Thérèse von Österreich. Die Ausstattung dieser nacheinander von verschiedenen Königinnen bewohnten Gemächer wechselte regelmäßig, um den jeweiligen Ansprüchen gerecht zu werden. Das Grand Appartement bestand aus dem Schlafzimmer der Königin sowie aus mehreren Salons, in denen Konversationen unter den Damen des Hofes stattfanden.

Glanz und Prunk außerhalb des Schlosses

Hameau de la Reine (Weiler der Königin) am Schloss Versailles

Die Schlossdomäne von Versailles besteht natürlich aus dem Schloss selbst und seinen Parks, aber ihr Ruf wurde auch durch zahlreiche weitere Gebäude begründet. Dazu gehört das mit verschiedenen Marmorsorten gestaltete Grand Trianon (Großes Trianon), das während der Regentschaft Ludwigs XIV. als Zweitwohnsitz des Königs erbaut wurde. Es wurde zeitweise auch von Maria Leszczyńska bewohnt, der Königin von Frankreich und Gattin Ludwigs XV. Seit der Regierungszeit Charles de Gaulles ist im Grand Trianon eine Wohnung für das französische Staatsoberhaupt eingerichtet. Desgleichen müssen auch weder das Petit Trianon (Kleines Trianon) noch der Hameau de Marie-Antoinette (Weiler von Marie-Antoinette) den Vergleich zum Schloss scheuen. Zunächst wurden sie von Ludwig XV. der Madame de Pompadour zugedacht, später wurden sie dann zur Residenz der Königin Marie-Antoinette, die dort ihren Hameau (Weiler - Staffagedorf) nach normannischem Vorbild gestaltete.

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